Über uns
Bei vielen unserer Gespräche und Begegnungen werden wir gefragt, weshalb wir uns – und dies auch noch ehrenamtlich – für das Thema Elektromobilität, insbesondere aber für Wasserstoff engagieren. Eigentlich ist die Antwort ganz einfach: Die Zeit drängt mehr denn je, um sich von Energie aus Kohle, Erdgas und Erdöl zu verabschieden. Wir versuchen, im lokalen und regionalen Umfeld unseren Teil dazu beizutragen.
Heute basieren noch 98 Prozent unserer Mobilität und Logistik auf importierten fossilen Energieträgern. Für den notwendigen Wandel hin zu klimaneutralen Antriebstechnologien und deren Kraftstoffversorgung stehen viele attraktive Optionen zur Verfügung. Doch nur über eine ganzheitliche Betrachtung, sowohl technologisch als auch gesellschaftlich und eine langfristig durchdachte Strategie kann die Mobilitäts- und Energiewende gelin- gen. Ein offener Diskurs und starke Kooperationen entscheiden über den Erfolg.
Wir sehen mit Sorge, dass die heutige Mobilität und der Güterverkehr auch in der Bodenseeregion fast ausschließlich auf importierten fossilen Energieträgern wie Benzin, Diesel und Kerosin basieren. Dies führt zu erheblichen Emissionen von Klimagasen, insbesondere CO2, und anderen Schadstoffen. Wir alle konnten uns bisher auf diese Antriebstechnologien und die dazugehörige Kraftstoffinfrastruktur verlassen, die sich über mehr als 100 Jahre entwickelt und stets auch verbessert haben: Schließlich basiert darauf unser Wohlstand, und sie prägen unseren Alltag seit Generationen.
Doch die Welt hat sich verändert: Jetzt sind Innovative Antriebstechnologien gefragt und Investitionen in zukunftsfähige Arbeitsplätze notwendig.
Was treibt uns also an?
Uns ist klar, dass der dringend notwendige Wandel hin zu klimafreundlichen Kraftstoffen wie Strom, Wasserstoff und eFuels mit den dazu passenden emis- sionsfreien Antriebstechnologien eine komplexe Herausforderung darstellt. Er erfordert nicht nur Zeit und Geld, sondern auch eine breite Akzeptanz. Ver- ständliche und objektive Information sowie die enge Zusammenarbeit mit Regierungen, Kommunen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen und Un- ternehmen sind der Schlüssel, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
„connect“ (englisch für verknüpfen) hat sowohl einen technischen als auch einen gesell- schaftlichen Hintergrund: Das Verknüpfen (connect) von erfahrenen Akteuren der Region mit denen, die sich noch nicht mit den Tücken der neuen Technologien auseinanderge- setzt haben, steht ganz im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Dabei geht es um Unternehmer, Handwerker, Behörden, Journalisten, Politiker, Lehrer – einfach alle, die sich mit den neuen Themen auseinandersetzen müssen oder wollen.
Wasserstoff (H2) verknüpft die zeitlich und räumlich extrem unterschiedliche Erzeugung von Strom aus Sonnen- und Windenergie und ermöglicht deren Nutzung zu jeder Tages- und Jahreszeit – so wie wir es von den fossilen Kraftstoffen gewohnt sind. So kommt dann der Strom für das Laden von batterie-elektrischen Fahrzeugen künftig aus Wasserstoff- kraftwerken, wenn keine Sonne scheint oder kein Wind weht. Auch bei der Erzeugung von eFuels in den sehr sonnen- und windreichen Regionen dieser Erde spielt Wasserstoff eine zentrale Rolle.
Fundiert und verständlich – die tägliche Flut von Informationen aus unterschiedlichen, oft interessengeleiteten Kanälen, macht es schwer, Richtiges von Falschem und Zielführendes von Irreführendem zu unterscheiden. Wir stellen fundierte und verständliche Informationen bereit und erklären komplexe Zusammenhänge anschaulich. Wir suchen den offenen Dialog mit allen Akteuren, um gemeinsam die Welt von morgen besser zu verstehen.
Unsere Basisarbeit – Informationen über die Homepage, den Newsletter und die Vernetzung der Akteure – leisten wir rein ehrenamtlich, um unsere Neutralität zu gewährleisten. Manches kostet aber trotzdem Geld, beispielsweise für die Pflege und Aktualisierung unserer Homepage oder die Durchführung von Veranstaltungen. Deshalb freuen wir uns über Spenden, mit denen Sie unsere Arbeit unterstützen können.
Gerne stehen wir auch für Vorträge, Veranstaltungen oder Studien zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Interesse haben.
Informieren und vernetzen – wir vernetzen Politik, Behörden, Wirtschaft und Handwerk, um die Energie- wende voranzubringen. Regionale und bürgernahe Lösungen und eine fundier- te Berichterstattung sind dabei entscheidend für Akzeptanz und Erfolg. Eine wachsende Zahl von Kooperationen und der intensive Austausch mit Instituten ermöglichen es uns, neutrale und objektive Empfehlungen auszusprechen. Unser Ziel: Durch verständliche Information und Weiterbildung die Wertschöp- fung – das sind die Arbeitsplätze – aus neuen Technologien in der Region zu fördern und die Akzeptanz für notwendige Veränderungen zu erhöhen.
Highlights
Im Jahr 2019 haben wir unsere Aktivitäten mit einer Informationsveranstaltung zu Wasserstofftank- stellen begonnen – ein mehr als gelungener Auftakt. Das war gewissermaßen die „Geburtsstunde“ von h2connect, einem Netzwerk, das wir seitdem kontinuierlich weiterentwickelt haben. Immer häufiger konnten wir uns nunmehr an schönen Erfolgen erfreuen. Hervorgehoben seien dabei die Mitwirkung an der Nobelpreisträgertagung in Lindau oder die Vorstellung unserer Studie zur klimaneutralen Schifffahrt auf dem Bodensee im Bayerischen Staatsministerium, an der zehn Regierungschefs teilnahmen.
Team

Prof. Dr. Werner Tillmetz
Prof. Dr. Werner Tillmetz hat in mehr als 30 Jahren Berufsleben viel Erfahrung zu Batterien, Brennstoffzellen und Wasserstoff gesammelt.

Winfried Hamann
Winfried Hamann ist privat an der Wasserstoff-Technik interessiert. 2019 organisierte er in Lindau eine H2-Vernetzungsveranstaltung mit Fachleuten und AkteurInnen aus Industrie, Gesellschaft und Politik.
wh@h2connect.mariohamann.de
+49 (0)151-14 9656 98

Petra Boeger
Nach fast 30 Jahren in der Automobilindustrie arbeitet Petra Boeger als selbstständige Beraterin, Wirtschaftsmediatorin und freiberufliche Fotografin.

Dipl.-Ing. Georg Binder
Dipl.-Ing. Georg Binder war Abteilungsleiter bei der Continental AG in Lindau. Nach dem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart mit den Schwerpunkten Leichtbau und unkonventionelle Energieträger arbeitete er seit 1990 in der Forschung und Entwicklung der internationalen Automobilindustrie.

Walter Schildhauer
Mit meiner langjährigen Erfahrung im Bereich der Antriebsstrangentwicklung für PKW und meiner damaligen Unzufriedenheit, so viel Ingenieurskunst in übermotorisierte und immer größer werdende Autos zu investieren, habe ich 2010 den Entschluss gefasst, mein Hobby, den Wassersport, zum Beruf zu machen. Auch hier musste ich dem allgemeinen Trend „schneller, größer, komfortabler“ Tribut zollen und meine Leidenschaft für nachhaltigen Wassersport mit dem Handel und Service von großen, leistungsstarken Motorbooten finanzieren. Bei h2connect habe ich Gleichgesinnte gefunden, die mit guten Beispielen beweisen, dass CO2-neutrale Mobilität für jeden erschwinglich ist und sich für deren Umsetzung stark machen.

Uta Weik
Als umweltbewusste und kritische Beobachterin, die gleichzeitig ausgebildete Malerin und Grafikerin ist, sehe ich meinen Part im Team von h2connect vor allem in der Möglichkeit, Sachverhalte in anschauliche Bilder zu fassen. Durch „Überzeichnung“ und grafische Vereinfachung versuche ich, Kernaussagen aus den Texten meiner Teamkollegen auf den Punkt bringen und damit vielleicht zu einem schnelleren Verständnis des Grundgedankens beizutragen.

Sabine Lorenz
Sabine Lorenz ist Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin, Sprecherin und Autorin. Für h2connect.mariohamann.de ist die bekennende Autoliebhaberin (die ein E-Auto fährt!) regelmäßig Moderatorin bei Veranstaltungen und auch Sprecherin für einzelne Podcasts - und ein guter und anregender Geist in unserem kleinen Team.
Foto: Steffen Roth